Wissenswert:
Das einzige, was der indische Banyanbaum und der berühmte Ficus carica mit seinen allgemein als Feigen bekannten Früchten gemeinsam haben, ist der botanische Name der Gattung. Die Samen des Banyanbaums werden normalerweise von Vögeln gefressen und dann unverdaut wieder abgegeben. Auf diese Weise kommen sie dazu, an Ästen anderer Bäume zu haften, wo sie epiphytisch keimen. Anders als parasitäre Pflanzen dringen die Sämlinge des Banyan-Baums zunächst nicht in den Wirtsbaum ein, sondern leben mit ihm in Symbiose. Im Laufe der Zeit entwickelt es Luftwurzeln, die schließlich den Boden erreichen. Danach nimmt das Wachstum des Indischen Banyanbaums drastisch zu und die Luftwurzeln bedecken stetig den langsam absterbenden Wirtsbaum und versorgen den Banyanbaum mit zusätzlichen Nährstoffen. Am Ende verbleibt eine substomatale Höhle in der Pflanze. Der immergrüne indische Banyanbaum lässt sich problemlos als Kübelpflanze kultivieren und kann sich natürlich auch durch Samen vermehren.
Natürliche Lage:
Der indische Banyanbaum stammt ursprünglich aus Nordwestindien und ist heute in ganz Südostasien zu finden.
Anbau:
Die Samenvermehrung im Haus ist das ganze Jahr über möglich. Streuen Sie die feinen Samen auf feuchte Blumenerde und drücken Sie sie fest an die Erde. Decken Sie dann den Saatbehälter mit Klarsichtfolie ab, um ein Austrocknen der Erde zu verhindern. Vergessen Sie nicht, einige Löcher in die klare Folie zu bohren und sie jeden zweiten oder dritten Tag für ca. 2 Stunden vollständig zu entfernen. So vermeiden Sie Schimmelbildung auf Ihrer Blumenerde. Stellen Sie den Saatbehälter an einen hellen und warmen Ort und halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.
Stelle:
Idealerweise mag der Indische Banyanbaum einen sonnigen Standort. Im Sommer kann sie auch an einem leicht windgeschützten Ort im Freien gehalten werden.
Pflege:
Gießen Sie die Pflanze nicht zu reichlich – Gießen alle fünf bis sieben Tage ist ausreichend. Ab etwa einem halben Jahr nach der Pflanzung können Sie Ihren Banyanbaum monatlich mit Flüssigdünger für Kübelpflanzen versorgen.
Im Winter:
Der Indische Banyanbaum ist nicht frosthart und sollte während der Überwinterung an einem hellen und warmen Ort mit einer Temperatur von etwa 10° bis 20° Celsius gehalten werden, am besten jedoch nicht in der Nähe einer Heizung. Da es die Blätter abwirft, muss Ihre Pflanze im Winter noch weniger gegossen werden.
Bildnachweis:
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