Wissenswert:
Kerbel hat einen anisähnlichen Duft und ist eine Importpflanze für Bienen und Hummeln. Im Topf kultiviert wird sie etwa 20 cm hoch, kann aber auch im Freiland bis zu 70 cm hoch werden. Außerdem sollte man besser auf das Sammeln von Kerbel in freier Wildbahn verzichten, da die Gefahr groß ist, den giftigen Schierling mit Kerbel zu verwechseln.
Natürliche Lage:
Kerbel ist in Westasien und Südosteuropa beheimatet.
Anbau:
Die beste Zeit für die Vermehrung beginnt im Februar an einem sonnigen Ort im Haus, da der Samen ein Lichtkeimer ist. Die Samen auf feuchtes Kokossubstrat oder Bio-Kräutererde streuen und leicht andrücken. Decken Sie den Saatbehälter mit Klarsichtfolie ab, um ein Austrocknen der Erde zu verhindern, aber vergessen Sie nicht, einige Löcher in die Klarsichtfolie zu bohren, und nehmen Sie sie jeden zweiten oder dritten Tag für etwa 2 Stunden vollständig ab. So vermeiden Sie Schimmelbildung auf der Blumenerde. Stellen Sie das Saatgefäß an einen hellen und warmen Ort mit einer Temperatur zwischen 20°C und 25° Celsius und halten Sie die Erdoberfläche feucht, aber nicht nass (idealerweise mit einer Wasserspritze). Je nach Vermehrungstemperatur treiben die ersten Sämlinge nach zwei bis fünf Wochen aus. Bereits im Zimmer aufgezogene Sämlinge können ab Anfang Mai ausgepflanzt werden. Sobald kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist, können Sie den Setzling mit seinem kompletten Wurzelballen umstellen, um Stress für die Pflanze zu vermeiden.
Stelle:
Ein halbschattiger Standort ist der beste Standort für Kerbel. In freier Natur findet man ihn oft in der Nähe eines schattigen Waldrandes. In der Kultur bleibt der Kerbel am liebsten an seinem Ausgangsort und sollte möglichst nicht oder nur mit dem ganzen Wurzelballen bewegt werden.
Pflege:
Halten Sie die Erde immer feucht, aber nicht nass. Gießen Sie Ihre Pflanze, sobald die oberste Erdschicht ausgetrocknet ist. Düngen Sie die Pflanze entweder sehr bescheiden mit Kompost oder organischem Dünger für Kräuter, oder düngen Sie gar nicht.
Im Winter:
Im nächsten Jahr erneut aussäen.
Bildnachweis:
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