Wissenswert:
St. Johanniskraut wird seit der Antike zur Linderung von Menstruationszyklusproblemen verwendet. Im 16. Jahrhundert beschrieb der Arzt Paracelsus die Heilpflanze als Kraut gegen Puppenmachergeister. Heute ist St. Johanniskraut ist eines der am häufigsten verschriebenen milden Antidepressiva. Die Pflanze entwickelt längliche, ovale Blätter mit Öldrüsen und wird 50 bis 100 cm hoch, während die Wurzeln bis zu einem halben Meter tief in die Erde reichen. Durch die im Blattgewebe eingebetteten Ölzellen erscheinen die Blätter hauchzart gepunktet. Von Juni bis September, beginnend nach der Sommersonnenwende, bildet die Pflanze Blüten mit rispenartigen Blütenständen und fünf goldgelb gefärbten Kronenblättern. Wenn Sie die Blüten oder Knospen in Ihrer Hand zermahlen, werden Ihre Finger rot.
Natürliche Lage:
St. Johanniskraut ist in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet und wächst in niedrigen und mittleren Höhenlagen.
Anbau:
Die St. Johanniskraut ist ein Kalt- und Lichtkeimer. Im Freien können Sie die Samen vorzugsweise Ende Oktober oder im Februar pflanzen. Die Samenvermehrung im Haus ist jedoch ganzjährig möglich. Sie sollten die Samen zunächst etwa sechs Wochen im Kühlschrank aufbewahren, um die Keimfähigkeit durch Schichtung zu erhöhen, und sie anschließend zum Vorbereiten über Nacht in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser stellen. Streuen Sie die Samen dann auf feuchte Blumenerde und geben Sie nur ganz wenig Komposterde darüber. Decken Sie den Saatbehälter mit Klarsichtfolie ab, damit die Erde nicht austrocknet, aber vergessen Sie nicht, einige Löcher in die Klarsichtfolie zu machen und nehmen Sie sie jeden zweiten oder dritten Tag für etwa 2 Stunden komplett ab. So vermeiden Sie Schimmelbildung auf Ihrer Blumenerde. Stellen Sie das Saatgefäß an einen hellen und warmen Ort mit einer Temperatur zwischen 20°C und 25°Celsius und halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.
Stelle:
St. Johanniskraut bevorzugt magere, humose Böden an einem sonnigen Standort.
Pflege:
Die Knospen, Blüten und Triebspitzen dieser dekorativen Strauchpflanze werden am besten während der Blüte geerntet und anschließend im Schatten getrocknet.
Im Winter:
St. Das Johanniskraut überwintert mit einem weit verzweigten Wurzelstock, der im Frühjahr neu austreibt. Ein besonderer Winterschutz ist nicht erforderlich.
Bildnachweis:
- © © Cbaile19 - CC0 - http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
- © Frank Laue - © Saflax - http://www.saflax.de/copyright
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